Fallschule

Ushiro-Ukemi

後ろ受身 · Rückwärts fallen

Ushiro-Ukemi

Beim Fallen nach hinten – in japanischen Kampf-Disziplinen Ushiro-Ukemi (jap. 後ろ受身) bezeichnet – ist es besonders wichtig, den Kopf vor dem Aufprall zu schützen („das Kinn auf die Brust zu nehmen“). Dieser ist durch den geraden Fall nach hinten und den Peitscheneffekt des Körpers besonders gefährdet. Vor dem Aufprall werden beide Arme nach hinten genommen und fangen den Fall mit dem Abschlagen – vor dem Aufkommen des Oberkörpers – ab. Es folgt das

  • Fallen mit Liegenbleiben in Rückenlage: Hierbei schlagen beide Arme fest ab und der Fallende bleibt liegen – bspw. beim Judo.
  • Fallen mit anschließendem Rückwärtsrollen und Aufstehen in die Kampfbereitschaft: Alternativ können beim Sturz nach hinten nach dem Abschlagen (s. o.) der Kopf zur Seite abgewinkelt, die Beine in Richtung Kopf gehoben werden und mit den Armen vom Boden weg zum direkten Aufstehen genutzt werden – wie beim Jiu Jitsu zu beobachten.
  • Fallen mit weicher Rolle und Aufstehen in die Kampfbereitschaft: Ein Bein wird nach hinten gesetzt und eingeknickt, so dass die Rolle direkt quer über den Rücken erfolgen kann. Dabei wird der Kopf leicht zur Seite gelegt und mit dem Arm, über den die Rolle endet, geschützt – wie z. B. im Aikido üblich.
Es ist nicht wichtig, besser zu sein als jemand anderes, aber es ist wichtig, besser zu sein als gestern.
Jigorō Kanō
Jigorō Kanō/Begründer des Judo